17. Dezember 2007

Änderung der Studienordnung für das Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern (FISO)

Stellungnahme des BLLV vom 17.12.2007

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hat sich mit der Änderung der Studienordnung für das Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern (FISO) eingehend befasst.

Aus grundsätzlichen Erwägungen lehnt der BLLV den Entwurf ab.

Der BLLV geht schon von seiner demokratischen und berufspolitischen Grundauffassung von einer Gleichwertigkeit aller Lehrämter aus. Dies bedeutet, wie von Seiten unseres Verbandes auch immer wieder gefordert, für alle Lehrkräfte und alle Fächer eine akademische Ausbildung. Aus diesem Grund plädieren wir seit jeher dafür, die bisherigen Fachlehrerausbildungen einzustellen und die entsprechenden Fächer in die universitäre Lehrerbildung zu integrieren.

Der aktuelle Entwurf der FISO bedeutet hier einen Schritt in die genau entgegengesetzte Richtung. Wie bereits bei der ZAPO Fachlehrer/innen, sind die darin beinhalteten Fächer Sport, Musik, Englisch und Kunsterziehung derzeit bereits in der akademischen Lehrerbildung vertreten.

Der BLLV widerspricht einer abgewerteten Parallelausbildung, mit der Probleme des Lehrereinsatzes gelöst und gleichzeitig die betroffenen Fächer statusrechtlich abgesenkt werden sollen.

Der BLLV erkennt in der Änderung der Studienordnung für das Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern (FISO) den Versuch, nicht akademisch ausgebildete Lehrkräfte verstärkt auszubilden und einzusetzen. Eine inhaltliche Begründung, warum es für die Unterrichtung eines Faches unterschiedliche Ausbildungen geben soll, ist für uns nicht ersichtlich. Wir sehen darin große Gefahren für die Professionalität und für die akademische Lehrerbildung insgesamt.

Für Rückfragen und ergänzende Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung.

aus einem Schreiben des BLLV-Präsidenten, Klaus Wenzel, an den Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Josef Erhard, vom 17.12.2007


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