1. Februar 2001

Spürbare Entlastung für Schulleitungen

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist die Zahl der Stunden, die den Schulleitern/innen an den Grund-, Haupt- und Förderschulen in Bayern für ihre Führungs-, Verwaltungs- und Repräsentationsaufgaben zur Verfügung steht, unverändert auf dem gleichen niedrigen Niveau festgeschrieben. In diesem Zeitraum haben sich jedoch die Aufgaben in den Schulleitungen grundlegend verändert und erheblich erweitert. Darüber hinaus wurden viele Verwaltungsaufgaben des Sachaufwandsträgers auf die Schulleitungen verlagert. Damit stieg der Arbeits- und Zeitaufwand deutlich an. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Die Belastung für viele Kolleginnen und Kollegen in den Schulleitungen hat längst die Grenze des Zumutbaren und Leistbaren überschritten.

Daher fordert der BLLV:

  • Die Unterrichtsverpflichtung der Schulleiter/innen muss deutlich verringert werden, damit die zahlreichen zusätzlichen Aufgaben der Schulleitungen effektiv und kompetent erledigt werden können.
  • Schülerinnen und Schüler in Mittlere-Reifeklassen, Praxisklassen, Übergangs- und Tagesheimklassen sowie Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprache müssen bei der Klassen- und Gruppenbildung sowie bei der Bemessung der Entlastungsstunden doppelt gezählt werden.
  • Der Zuteilungsschlüssel für Verwaltungsangestellte muss für alle Schulen - unabhängig von der Zahl ihrer Schülerinnen und Schüler - spürbar verbessert werden.
  • Verwaltungsangestellte an Grund- und Hauptschulen mit mehr als 360 Schüler/innen bzw. an Förderschulen, an denen der Rektor nach A 15 besoldet wird, müssen in BAT VII (mit der Möglichkeit des Bewährungssaufstiegs nach BAT VI b) eingruppiert werden.

Der BLLV bittet, den veränderten Bedingungen an unseren Schulen und den gestiegenen Belastungen der Schulleitungen Rechnung zu tragen.

aus der Eingabe des BLLV an das Bayerische Staatsminsiterium für Untericht und Kultus

 


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