11. Mai 2005

Fachlehrer für Schreibtechnik an beruflichen Schulen

Stellungnahme des BLLV

3. Entwurf der Dritten Verordnung zur Änderung der Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Lehramt der gewerblichen Fachlehrer an Berufsschulen und der Fachlehrer für Schreibtechnik an beruflichen Schulen in Bayern (ZAPOFIB) und zur Änderung der Qualifikationsverordnung (QualV), VII/8-5 S 9031-7.4 212

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) begrüßt die Einstellung der Ausbildung zum Fachlehrer für Schreibtechnik an beruflichen Schulen. Diese Ausbildung ist durch falsche Ansätze bei Konzeption, Bedarf und Zulassungsbedingungen zum Scheitern verurteilt gewesen, was sich faktisch durch das Nichtanlaufen der Maßnahme herausgestellt hat.

Initiiert wurde der "Fachlehrer für Schreibtechnik an beruflichen Schulen" von zwei privaten Ausbildungsstätten und zwar der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth e. V. und des Stenographen-Zentralvereins Gabelsberger e. V. in München.

Diese beiden oben genannten privaten Ausbildungsstätten bieten in Fern-, Wochenend- und Ferienlehrgängen die Ausbildung zu "Lehrkräften für Kurzschrift und Textverarbeitung" mit einer staatlich überwachten Abschlussprüfung an. Die Absolventen dieser Vereine erwerben keine Berechtigung zur Teilnahme an einer 1. und 2. Lehramtsprüfung und haben keinen Anspruch auf Einstellung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen.

Dadurch, dass der "Fachlehrer für Schreibtechnik an beruflichen Schulen" vor allem die Abschlussqualifikationen der beiden Ausbildungsvereine einbringen musste, wollte man zweierlei bezwecken: Das ausgelaufene Fach Kurzschrift sollte durch entsprechenden Fachlehrernachwuchs an beruflichen Schulen wieder belebt werden. Der stark nachlassenden Nachfrage an den nicht mehr zeitgemäßen Ausbildungsinhalten in Kurzschrift und Textverarbeitung der Forschungsstätte in Bayreuth und des Gabelsbergervereins in München sollte Einhalt geboten werden.

Die beiden privaten Ausbildungseinrichtungen für Kurzschrift und Textverarbeitung vermitteln auch in so genannten "Staatlichen Prüfungen für Lehrkräfte" nicht die Qualifikationen, die in einem aktuellen und fundierten Unterricht am Computer verlangt und wie sie am Staatsinstitut des Kultusministeriums vermittelt werden.

Der Hinweis "Ersatzweise könnten auch Absolventinnen und Absolventen der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth e. V. sowie des Stenographen-Zentralvereins Gabelsberger e. V. in München den Unterricht in Textverarbeitung abdecken" sollte aus den oben genannten Gründen nicht mehr gegeben werden.

aus einem Schreiben des BLLV-Präsidenten Dr. h.c. Albin Dannhäuser an den Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Josef Erhard, vom 11.05.2005


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