24. November 2010

Absenkung der Eingangsbesoldung

Keine Umsetzung der Beschlüsse von St. Quirin Schreiben von BLLV-Präsident Klaus Wenzel an alle Damen und Herren Staatminister und Staatssekretäre des Bayerischen Ministerrats am 24.11.2010

Auf Ihrer Klausursitzung am 6./7. November 2010 haben Sie in St. Quirin beschlossen, im Rahmen der Sparmaßnahmen zur Sicherung eines schuldenfreien Staatshaushaltes unter anderem die Eingangsbesoldung aller Beamten für zwei Jahre um eine Besoldungsstufeabzusenken.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) bittet Sie eindringlich, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen. Diese Absenkung der Eingangsbesoldung wäre ein fatalesSignal an unsere jungen Kolleginnen und Kollegen. Sie würde Geringschätzung ihrer Arbeit ausdrücken und den gesellschaftlichen Konflikt zwischen Jungen und Alten befördern, der diese Gesellschaft angesichts der demografischen Entwicklung als Ganzes vor eine Zerreiß­probe stellt. Der BLLV befürchtet, dass diese Form der Sparpolitik letztlich dem ohnehinerodierenden Vertrauen der jungen Generation in unsere Politiker nachhaltig schadet.

Wir bitten Sie: Setzen Sie Signale an unsere Jungen, die sie ermutigen, diese Gesellschaft und diesen öffentlichen Dienst, der wesentlich zur Stabilität unserer Gesellschaft beiträgt, zu stützen und wertzuschätzen. Setzen Sie keine Signale, die die Jungen ausgrenzen und von ihnen Sonderopfer verlangen. Bitte nehmen Sie Ihren Beschluss zur Absenkung der Eingangsbesoldung zurück.

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»Antwort vom Staatsminister der Finanzen, Georg Fahrenschon, v. 27.12.2010

 

Die Petition wurde im Haushaltsausschuss am 24.3.11 beraten. Mehrheitlich wurde die Petition abgelehnt (GO 80,4, "erledigt durch Erklärung der Staatsregierung").

 


Dateien:
SB-Ministerrat.pdf29 K

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