18. Oktober 2008

Resolution der BLLV-Kreisvorsitzenden zur Regionalen Schulentwicklung (RSE)

Der BLLV begrüßt die Grundsatzentscheidung, künftig regionale Modellversuche zuzulassen, die das wohnortnahe Angebot attraktiver Schulabschlüsse ermöglichen. Mit großer Freude stellt er fest, dass durch diese Grundsatzentscheidung der künftigen Staatsregierung die Schließungen von Hauptschulen verhindert und der ländliche Raum nachhaltig gestärkt wird.

Regionale Schulentwicklung bedeutet eine pragmatische und organische Weiterentwicklung von Schulen vor Ort im Konsens aller Beteiligten. Dies ist besser als ein Streit um die richtige Schulstruktur, der über die Köpfe der Beteiligten hinweg geführt wird.

Durch solche Modellversuche lassen sich auch Modelle für eine längere gemeinsame Schulzeit von Kindern erproben und evaluieren, ebenso neue pädagogische Unterrichtskonzepte, wie z.B. rhythmisierte Ganztagsschulen, sowie eine dringend erforderliche neue Lern- und Leistungskultur, bei der nicht Noten im Vordergrund stehen, sondern die gezielte Förderung von Schülerinnen und Schülern.

Damit die Modellversuche auch wirklich eine spürbare Verbesserung der schulischen Situation in Bayern bedeuten, müssen wichtige Bedingungen erfüllt sein:

 

  1. Die Zahl der Modellversuche darf nicht zu gering sein. Alle Anträge aus den Gemeinden müssen undogmatisch auf ihre Realisierungschancen geprüft werden. Grundsätzlich ist bei Regionaler Schulentwicklung der Landkreis als Planungsregion zu verstehen.
  2. Die Modellversuche dürfen nicht von vorne herein auf ein einheitliches Organisationsmodell beschränkt werden. Dies widerspräche dem Grundgedanken Regionaler Schulentwicklung.
  3. Die Modellversuche müssen gut ausgestattet sein. Dies gilt sowohl für die Lehrerstundenzuweisungen als auch für die Hilfen zur Entwicklung und Umsetzung der pädagogischen und didaktischen Konzepte.

 

Einstimmig verabschiedet:

 

Nürnberg, 16.10.2008


Suche

Im Blickpunkt

Reformkonzept

Kinderhaus Casadeni