12. Juli 2006

Keine Unterrichtsvertretung durch Förderlehrer/innen

Eingabe des BLLV vom 12.07.2006

Problem

Gemäß Dienstanweisung vom 18. August 1998 (KWMBI I 1998 S. 464) sollen Förderlehrer/innen "nach Möglichkeit nicht zu Unterrichtsvertretungen herangezogen werden." Schulleiter/innen können Förderlehrerinnen und Förderlehrer in "unabweisbaren Fällen zur kurzfristigen Unterrichtsvertretung einteilen". Der Einsatz soll insgesamt den Umfang von fünf Unterrichtsstunden pro Woche nicht überschreiten.

Häufig wird dieser Satz völlig falsch interpretiert, sodass viele Förderlehrer/innen jede Woche fünf Vertretungsstunden ableisten müssen. Dies widerspricht der Intention des Einsatzes der Förderlehrer/innen. Die Folge ist, dass sie ihrer Aufgabe von Differenzierung und Individualisierung nicht mehr ausreichend nachkommen können.

Lösung

Die Aufgabe von Förderlehrer/innen ist die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die Übernahme von Unterrichtsvertretungen widerspricht daher diesem primären Bildungsauftrag. Der BLLV bittet Sie deshalb dringend, die genannte Regelung aus der Dienstanweisung für Förderlehrer/innen zu streichen und durch folgende Formulierung zu ersetzen:

"Förderlehrkräfte dürfen grundsätzlich nicht zu Unterrichtsvertretungen herangezogen werden."

aus einem Schreiben des BLLV-Präsidenten, Dr. h.c. Albin Dannhäuser, an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 12.07.2006


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