12. Juni 2007

Erhöhung der Einsatzzeit für Referendare an Gymnasien, Realschulen und Beruflichen Schulen

Stellungnahme des BLLV vom 12.06.2007

Namens des Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) danke ich Ihnen für die Zusendung der Verordnung zur Änderung der Zulassungs- und Ausbildungsordnungen für die Lehrämter an Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen und die Möglichkeit der Stellungnahme.

Ich danke ich Ihnen für die Offenheit in Ihrem Begleitschreiben, in dem Sie die Erhöhung der Einsatzzeit mit der aktuell angespannten Personalsituation begründen. Sie verzichten damit – im Gegensatz zur Begründung der eigentlichen Verordnung – auf die Behauptung eines Gewinns für die betroffenen Referendare, der auch aus Sicht des BLLV nicht gegeben ist.

Ziel des Referendariates sollte vor allem und hauptsächlich die bestmögliche Ausbildung der Referendarinnen und Referendare sein. Mit bisher 16 Wochenstunden im zweiten Ausbildungsabschnitt leisten diese schon jetzt einen erheblichen Beitrag zur Linderung der angespannten Personalsituation an den Schulen. Darüber hinaus werden Referendare an Gymnasien in letzter Zeit auch vermehrt im dritten Ausbildungsabschnitt eigenverantwortlich eingesetzt. Sie können nach Ableistung der letzten Prüfung an eine weitere Schule versetzt werden, um dort Unterrichtsaushilfe zu übernehmen. An Realschulen leisten viele Referendare an den Einsatzschulen eine erhebliche Anzahl von nicht vergüteten Vertretungsstunden.

Allein vor diesem Hintergrund lehnt der BLLV eine Erhöhung der Einsatzzeit auf 17 Stunden ab. Der BLLV weist Maßnahmen zurück, die Referendare zu billigen Ersatzlehrkräften machen.

In diesem Zusammenhang mache ich darauf aufmerksam, dass die Anwärterbezüge in den letzten Jahren mehrfach gekürzt wurden. Der BLLV sieht durch die aktuelle finanzpolitische Lage die Möglichkeit gegeben, diese Kürzungen zurück zu nehmen und eine effektivere und angemessenere Besoldung für Referendare einzuführen.

aus einem Schreiben des BLLV-Präsidenten, Klaus Wenzel, an den Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Josef Erhard, vom 12.06.2007


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