16. Dezember 2009

Mehr Geld für Bayerns Junglehrer!

Schluss mit der finanziellen Ausnutzung der Junglehrer! Schluss mit den unsozialen Zeitverträgen! Offener Brief zur Besoldungsrunde 2009

Sehr geehrter Herr Staatsminister Fahrenschon,  
sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Spaenle,

in Bayern unterrichten derzeit 9.363 Referendare und Anwärter aller Schularten. Sie arbeiten für Anwärterbezüge zwischen 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. Referendare und Anwärter erteilen zwischen 8 und 17 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht in der Woche. Damit ersetzen sie über 3.800 voll ausgebildete Lehrer zum Billigsttarif. Daneben arbeiten 6.000 junge Lehrerinnen und Lehrer mit befristeten Zeitverträgen, davon über 2.100 Verträge mit einer Laufzeit unter einem Jahr. Viele erhalten im August keine Bezüge und haben keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. Dieses Geld reicht nicht einmal für das Nötigste. Wie sollen die jungen Kolleginnen und Kollegen Umzug, Miete, Möbel, Unterrichtsmaterial, Auto, Arbeitszimmer, Essen und Kleidung damit bezahlen?   Deshalb fordern wir die Bayerische Staatsregierung auf, diesem Missstand ein Ende zu bereiten. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) fordern für alle Referendare und Anwärter an allen Schularten:

  • eine Anhebung der Anwärtergrundbeträge um 500 Euro,
  • die Herausnahme des eigenverantwortlichen Unterrichts aus der Stundenzuweisung,
  • die Umwandlung der unsozialen befristeten Zeitverträge in Planstellen.

Bitten Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen in Seminar und Schule um Unterstützung. Ausgefüllte Unterschriftenlisten senden Sie bitte an ABJ, Postfach 150209 , 80042 München.
________

Der offene Brief wurde am 16.12.2009 mit 6.000 Unterschriften an Landtagspräsidentin Barbara Stamm übergeben.


Dateien:
ABJ_Maus_01.pdf546 K

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