15. Juli 2005

Änderung der Schulordnung für die Volksschulen in Bayern (VSO)

Eingabe des BLLV

Vielen Dank für die Zusendung des Verordnungsentwurfs und die eingeräumte Möglichkeit zur Stellungnahme.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) gibt keine detaillierte Stellungnahme zu der geplanten Änderung der Volksschulordnung ab.

Begründung:

Obwohl unter Experten unumstritten ist, dass es kein Instrumentarium gibt, mit dessen Hilfe für zehnjährige Kinder eine zuverlässige Schullaufbahnprognose zu erstellen ist, wird im Verordnungsentwurf des Staatsministeriums genau dieser Eindruck erweckt ("In der Jahrgangsstufe 4 liegt die Eignung für den Bildungsweg des Gymnasiums vor, wenn...").

Es wird außerdem festgelegt, dass über einen Notenwert von 33 Hundertsteln definiert werden kann, ob eine absolute oder nur eine bedingte Eignung vorliegt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir uns von einem derartigen Verfahren, das wichtige lern- und entwicklungspsychologische Erkenntnisse sowie wertvolle pädagogische Grundsätze ignoriert, in aller Deutlichkeit distanzieren.

aus einem Schreiben des BLLV-Präsidenten, Dr. h.c. Albin Dannhäuser, an den Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Josef Erhard


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